Check-up Darm Histamin

Histamin im Stuhl und histaminbildende Bakterien sowie Marker für Entzündung (Calprotectin) und Durchlässigkeit der Darmschleimhaut (Alpha-1-Antitrypsin)
Erhöhte Histaminspiegel im Darm können vielfältige Beschwerden verursachen, darunter krampfartige Bauchschmerzen, Völlegefühl, pseudoallergische Reaktionen oder Migräne. Dauerhaft erhöhtes Histamin kann durch einen Überwuchs histaminbildender Bakterien im Darm verursacht werden oder/und durch einen Mangel des Enzyms Diaminooxidase (DAO), dass das Histamin abbaut. Erhöhtes Histamin kann die Entstehung von Entzündungen und eines leaky gut, also eine erhöhte Durchlässigkeit des Darmepithels, begünstigen und führt dadurch zu einer Immunaktivierung und chronischen Entzündungsprozessen, die wiederum die Histaminwerte steigen lassen und die Entzündung weiter befeuern.
Das Profil umfasst:
- Histamin
Histamin wird von Mastzellen z.B. als Reaktion auf eine Allergie ausgeschüttet, von bestimmten Darmbakterien gebildet oder über die Nahrung aufgenommen. Ein Überschuss führt zu Immunabwehr mit Entzündungssymptomatik. - Histaminbildende Bakterien
Histamin wird von Proteobacteria im Darm, insbesondere Morganella morganii, Klebsiella pneumoniae und Hafnia alvei gebildet. Bei Dysbiose mit erhöhten Histaminbildnern kann Histamin akkumulieren. - Calprotectin
Erhöhte Werte im Stuhl zeigen eine Einwanderung von Granulozyten in den Darm als Reaktion auf Entzündungsreize (z.B. bei Infektionen, Dysbiose, Divertikulitis) an. - Alpha-1-Antitrypsin
Alpha-1-Antitrypsin ist ein Plasmaprotein mit hohem Molekulargewicht. Es geht nur bei erhöhter Durchlässigkeit der Darmschleimhaut passiv in den Stuhl über. Erhöhte Werte sind deshalb ein Marker für leaky gut.
Weiterführende Informationen:
Diagnostikinformation 350: Ursachendiagnostik bei erhöhten Histaminspiegeln im Blut
Anleitungen
