DAO-Aktivität (Histamin-Abbau-Test)

Die Bestimmung der DAO‑Aktivität liefert wichtige Hinweise auf eine Histaminintoleranz. Die Analyse zeigt, ob das Enzym Diaminoxidase ausreichend arbeitet, um gebildetes oder aufgenommenes Histamin abzubauen.
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Eine Histaminintoleranz entsteht, wenn der Körper mehr Histamin aufnimmt oder bildet, als er abbauen kann. Häufig liegt der Grund in einer verminderten Aktivität der Diaminoxidase (DAO) – dem wichtigsten Enzym zum Abbau von Histamin. Ist die DAO zu schwach, steigt der Histaminspiegel und typische Beschwerden können auftreten. Auch das zweite Histamin‑abbauende Enzym, die Histamin‑N‑Methyltransferase (HNMT), kann bei eingeschränkter Aktivität die Symptome zusätzlich verstärken. Eine HIT kann sich aber auch zeigen, wenn der Körper vorübergehend mit zu viel Histamin belastet wird, selbst wenn die DAO normal arbeitet.
✅Welche Enzyme bauen Histamin im Körper ab?
Im Körper übernehmen zwei Enzyme den Abbau von Histamin:
- Diaminoxidase (DAO)
Die DAO ist das wichtigste Enzym für den Abbau von freiem, extrazellulärem Histamin. Sie wird hauptsächlich in der Darmschleimhaut gebildet. Wenn die DAO‑Aktivität vermindert ist, kann Histamin nicht ausreichend abgebaut werden und sich im Blut anreichern – typische Symptome einer Histaminintoleranz können entstehen.
- Histamin‑N‑Methyltransferase (HNMT)
Die HNMT baut intrazelluläres Histamin ab, also Histamin innerhalb der Zellen. Besonders aktiv ist sie in Leber, Nieren, Bronchialschleimhaut und im zentralen Nervensystem. Wird dieses Enzym eingeschränkt, können sich andere, teils organbezogene Beschwerden zeigen.
Da beide Enzyme in unterschiedlichen Bereichen wirken, kann ein Mangel jeweils unterschiedliche Symptome und Krankheitsbilder hervorrufen.
✅Welche Symptome können bei einer Histaminintoleranz auftreten?
Da Histaminrezeptoren in vielen Organsystemen vorkommen, sind die Symptome der HIT vielfältig. Die DAO (Diaminoxidase) ist für den Abbau von Histamin aus der Nahrung und allergischen Prozessen verantwortlich. Ein DAO-Mangel kann daher akute Beschwerden wie Flush, Übelkeit, Kopfschmerzen, Atemnot, Diarrhoe, Hautekzeme, Rhinitis, Urtikaria, Bluthochdruck oder Asthma auslösen.
Ein HNMT-Mangel hingegen beeinträchtigt den Abbau von körpereigenem Histamin und führt eher zu chronischen Beschwerden wie Unruhe, Schlafstörungen, Müdigkeit, Schwindel, Muskelzuckungen und Angstzuständen.
✅Wann ist der DAO-Aktivitätstest sinnvoll?
Der DAO-Aktivitätstest dient zu Überprüfung, ob eine Histaminintoleranz vorliegt. Sowohl die DAO‑Aktivität als auch der Histaminspiegel können im Blut gemessen werden. Da die Diaminoxidase kontinuierlich ins Blut abgegeben wird, ist ihre Aktivität im Serum ein wichtiger Marker für die Diagnostik. Die Aktivität des zweiten Enzyms, HNMT, lässt sich im Blut nicht direkt bestimmen. Hier kann eine genetische Analyse Hinweise auf Varianten liefern, die den Histaminabbau beeinträchtigen.
Eine Histaminintoleranz tritt jedoch nicht nur bei vermindertem Enzymabbau auf. Sie kann auch entstehen, wenn der Körper vorübergehend zu viel Histamin bildet, sodass trotz normaler DAO‑Aktivität die persönliche Toleranzgrenze überschritten wird. Ursachen können z. B. andere allergische Erkrankungen oder eine erhöhte Mastzellaktivität sein. Um dies abzuklären, sollten DAO‑Aktivität und Gesamthistamin im Blut immer gemeinsam untersucht werden.
✅Welche weiterführende Diagnsotik gibt es?
- Histamin
- HNMT genetisch
- Diaminoxidase (DAO) genetisch
- DAO-Kofaktoren: Cu, Zn, Vitamin B6 (bioaktiv)
- Check-up Darm Histamin
✅ Wie läuft die Probenentnahme ab?
- Sie erhalten von uns alle erforderlichen Materialien für die venöse Blutentnahme.
- Die Blutentnahme sollte durch medizinisches Fachpersonal erfolgen.
✅ Was ist im Probenset enthalten?
- Blutröhrchen (Serum)
- Butterfly-Kanüle
- Transportblister für sicheren Versand
- Vorfrankierter Rückumschlag
- Personalisierter Anforderungsschein
- Anleitung
✅ Wie versende ich die Probe zurück ins Labor?
- Kostenloser Rückversand per Post, da die Proben zeit- und temperaturunempfindlich sind.
- Alternativ: Termin zur Blutentnahme im IMD Berlin oder selbst ins Labor bringen.
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