Laktat-Pyruvat-Quotient

Der Pyruvat/Laktat-Quotient ist ein wichtiger diagnostischer Marker, der Rückschlüsse auf den zellulären Energiestoffwechsel erlaubt und Hinweise auf mitochondriale Funktionsstörungen geben kann.
Was sagt der Pyruvat/Laktat-Quotient über den Energiestoffwechsel aus?
Der Pyruvat/Laktat-Quotient ist ein diagnostischer Marker, der Aufschluss über den Zustand des zellulären Energiestoffwechsels gibt – insbesondere über das Gleichgewicht zwischen aerober und anaerober Energiegewinnung.
Welche Funktion haben Pyruvat und Laktat?
Pyruvat entsteht im Rahmen der Glykolyse durch den Abbau von Glukose. Unter normalen, sauerstoffreichen Bedingungen (aerob) wird Pyruvat in den Mitochondrien weiterverarbeitet und in den Citratzyklus eingeschleust, wo es zur Bildung von ATP beiträgt. Bei Sauerstoffmangel oder mitochondrialer Dysfunktion wird Pyruvat hingegen vermehrt in Laktat umgewandelt – ein Prozess, der typischerweise bei anaerober Energiegewinnung auftritt.
Ein erniedrigter Pyruvat/Laktat-Quotient kann auf eine vermehrte Laktatbildung hinweisen, wie sie bei Hypoxie, Schockzuständen oder mitochondrialen Erkrankungen vorkommt. Ein erhöhter Quotient hingegen kann auf eine gestörte Umwandlung von Pyruvat in Laktat oder auf eine verminderte Laktatbildung hindeuten, was seltener ist, aber z. B. bei bestimmten Enzymdefekten vorkommen kann.
Die Bestimmung des Pyruvat/Laktat-Quotienten erfolgt meist im Rahmen einer erweiterten Stoffwechseldiagnostik und kann wichtige Hinweise auf die Ursache von chronischer Erschöpfung, Muskelschwäche oder neurologischen Symptomen liefern.
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