Check-Up Darm Basis

Basisuntersuchung der Darmbakterien sowie Marker für Verdauungsleistung (Gallensäuren, Pankreaselastase), Entzündung (Calprotectin) und Durchlässigkeit der Darmschleimhaut (Alpha-1-Antitrypsin).
Die Zusammensetzung der Darmbakterien und -pilze beeinflusst maßgeblich den Zustand der Darmschleimhaut und des Darmimmunsystems. Mikronährstoffdefizite, Belastungen mit toxischen Metallen, aber auch eine ungesunde oder einseitige Ernährung (Fast Food) können diese Zusammensetzung verändern und chronisch-entzündliche Erkrankungen fördern. Zusammen mit Entzündungs-, Darmbarriere- und Verdauungsmarkern gibt dieses Profil einen Überblick über die Darmgesundheit.
Das Profil umfasst:
- Immunmodulierende Bakterien
Enterococcus spp. sowie apathogene E. coli regen das Darmimmunsystem an, ohne Entzündungen auszulösen. - Ballaststoffverwerter
Ballaststoffverwertende Bakterien sind in großer Zahl im gesunden Darm zu finden. Sie haben die Fähigkeit die Darmschleimhaut lückenlos zu besetzen. Damit wird die Ansiedlung von Pathogenen und die Schädigung der Darmzellen durch Toxine verhindert.
Wichtige Bakterien für diese Funktion sind: Bacteroides spp., Bifidobacterium spp., Lactobacillus spp. - Proinflammatorische Bakterien
Das sind Darmbakterien, die das Immunsystem aktivieren (immunogen wirken). In geringer Menge gehören sie zur gesunden Darmmikrobiom dazu. Vermehren sie sich zu stark können sie aber Entzündungen und Schleimhautschäden auslösen und andere Darmbakterien verdrängen. Zu dieser Gruppe gehören vor allem die Proteobacteria (inkl. Citrobacter spp., E. coli Biovare, Enterobacter spp., Klebsiella spp., Serratia spp., Proteus spp., Pseudomonas spp.)
- Candida-Pilze
Sie gehören wie Proteobacteria in geringer Menge zur gesunden Darmflora. Bei einem Überwuchs können sie aber „gute“ Darmbakterien verdrängen und zu Dysbiose führen. Ihre toxischen Stoffwechselprodukte (Candidalysin) können außerdem Entzündungen fördern.
- Verdauungsleistung (Gallensäuren, Pankreaselastase)
Grund für eine verminderte Verdauungsleistung kann eine exokrine Pankreasinsuffizienz, messbar über die Pankreaselastase, oder ein Mangel an Gallensäuren sein, die für die Fettverdauung essenziell sind. Bei einer Fettverdauungsstörung werden auch fettlösliche Vitamine weniger gut resorbiert.
- Entzündung (Calprotectin)
Eine Entzündung im Darm lässt sich in vielen Fällen über Calprotectin nachweisen.
Erhöhte Werte im Stuhl zeigen eine Einwanderung von Granulozyten in den Darm als Reaktion auf Entzündungsreize (z.B. bei Infektionen, Dysbiose, Divertikulitis) an.
- Durchlässigkeit der Darmschleimhaut (Alpha-1-Antitrypsin)
Alpha-1-Antitrypsin ist ein Plasmaprotein mit hohem Molekulargewicht. Es geht nur bei erhöhter Durchlässigkeit der Darmschleimhaut passiv in den Stuhl über. Erhöhte Werte sind leaky-gut-, aber nicht entzündungsspezifisch.

Bei welchen Beschwerden kann mir die Mikrobiomanalyse weiterhelfen?
- Magen-Darm-Beschwerden sind meist unspezifisch: Bauchschmerzen, Blähungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Verstopfung, Durchfall, Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit
- Zu den vielfältigen Ursachen von Magen-Darm Beschwerden kann aber auch gehören: Stress, Infektionen, Ungesunde Ernährung, Störungen des Immunsystems und genetische Veranlagung
Bitte beachten Sie:
Aufgrund der Anforderung innerhalb des Check-up-Profils ist die gleichzeitige Anforderung des Funktionellen Mikrobiotaprofils nicht möglich.
Bitte beachten Sie, dass sich erst ab einem Alter von 3 Jahren eine stabile, erwachsenenähnlichen Mikrobiota ausbildet. Für jüngere Kinder gibt es keine Referenzwerte und wir geben in diesem Fall keine Therapiehinweise im Befund.
Musterbefund

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