Spezialprofil Hormonstatus Premium

LH, FSH, 17-β-Östradiol, Progesteron, Östron, Pregnenolonsulfat, DHEAS, Cortisol, SHBG, Testosteron, FAI als Rechenparameter aus SHBG und Testosteron
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Bei diesem Hormonstatus werden gezielt die wichtigsten Sexual- und Steuerhormone untersucht und somit wichtige Hinweise auf den individuellen Hormonhaushalt gegeben. Dies kann helfen, hormonelle Veränderungen zu erkennen, die mit den Wechseljahren, Beschwerden oder altersbedingten Stoffwechselprozessen in Zusammenhang stehen. 

Im Profil enthalten
LH
FSH
Östradiol
Progesteron
Östron
DHEAS
Cortisol
SHBG
Testosteron
Pregnenolonsulfat
Progesteron (sensitiv)

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Hormonstatus überprüfen

Geschlechtshormone beeinflussen zahlreiche Prozesse im Körper und sind weit mehr als reine Fortpflanzungshormone. Sie tragen unter anderem zur Regulation von Knochenstoffwechsel, Muskelaufbau, Fettverteilung, Energiehaushalt, Stimmung, Schlaf sowie Herz-Kreislauf-Funktionen bei.

Mit zunehmendem Alter verändern sich die Hormonspiegel auf natürliche Weise. Die Bestimmung wichtiger Sexual- und Steuerhormone ermöglicht eine umfassende Beurteilung des individuellen Hormonstatus und kann Hinweise auf hormonelle Veränderungen liefern, die mit Beschwerden oder altersbedingten Stoffwechselprozessen in Zusammenhang stehen können.

Welche Wirkung hat Progesteron? 

Progesteron hat am Knochen eine positive knochenaufbauende Wirkung. Zudem wirkt Progesteron generell beruhigend, schlaffördernd, entzündungshemmend sowie neuroprotektiv. Der Progesteronspiegel fällt meistens schon ab dem 35. Lebensjahr deutlich ab, weil der weibliche Zyklus  zunehmend ohne Eisprung abläuft. Ohne Eisprung unterbleibt die Bildung von Progesteron in der zweiten Zyklushälfte. Dadurch nimmt einerseits die Fruchtbarkeit ab und andererseits nehmen zyklusabhängige Beschwerden zu. Damit sinkt der Progesteronwert von einer Frau mit Zyklus von 10 ng/mL in der zweiten Zyklushälfte auf bis zu 0,15 ng/mL bei einer Frau in der Postmenopause. 

17-β-Östradiol - Knochenerhaltungshormon 

Östradiol (Estradiol, E2) wird bei Frauen primär in den Ovarien gebildet und übernimmt zentrale Aufgaben in der Geschlechtsreifung sowie in der Regulation des Menstruationszyklus. Zudem trägt Östradiol zur Erhaltung der Knochendichte bei, reguliert den Fett- und Glukosestoffwechsel und schützt das Herz-Kreislauf-System. Das Fettgewebe stellt insbesondere bei postmenopausalen Frauen eine weitere wichtige Östradiolquelle dar.

Fehlt 17-β-Östradiol, baut sich der Knochen bei Mann und Frau ab, weswegen 17-β-Östradiol ein wichtiges Knochenerhaltungshormon ist. Die Abwesenheit von 17-β-Östradiol ist bei Frauen im Schnitt ab dem 50. Lebensjahr normal. Die Überprüfung des Wertes kann zu einer Neigung und Veranlagung zum Knochendichteverlust beitragen, um eine Osteoporose vorzubeugen. Postmenopausal liegt der E2-Wert bei den meisten eher schlanken Frauen bei <5 pg/mL, und bei eher adipösen Frauen ist postmenopausales E2 meist noch etwas nachweisbar. 17-β-Östradiol entsteht im Fett aus etwas Testosteron, welches die Nebenieren im Alter weiterhin herstellen, wenn sie nicht erschöpft sind. 

Östron - Einschätzung des Gesamt-Östrogen-Haushaltes

Östron (E1) ist das Speicher-Östrogen, wodurch es neben E2 zur Einschätzung des Gesamt-Östrgen-Haushaltes unterstützen kann. Die körpereigenen Steroidhormone werden aus dem Vorläufer Cholesterin gebildet. In den Mitochondrien der Zelle wird das Cholesterin in das "Mutter"-Steroid Pregnenolon umgewandelt. Daraus entstehen im zweiten Schritt Progesteron und DHEA. Aus Progesteron werden dann weiter je nach Ausrichtung der Zelle die lebenswichtigen Nebennierenhormone Aldosteron und Cortisol gebildet. 

DHEA wird weiter metabolisiert in Testosteron (bei Frauen) oder in Östron (mehr bei Männern), woraus sich Estradiol bilden kann. Auch das Testosteron kann zu Estradiol umgewandelt werden, und anschließend zu Östron abgebaut werden. Östron bildet als Speicheröstrogen in der Leber die Stufe, welche dann weiter zu Abbauprodukten metabolisert werden. Wenn E2 abwesend ist, sinkt auch das Östron (E1). Bei einer hohen E2-Konzentration, steigt auch das E1 an. Bei oraler Einnahme von Östrogenen steigt das Östron sehr stark an, weil das Östrogen aus dem Darm kommend über die Leber in Östron verstoffwechselt wird. 

SHBG - Regulation der Steroidhormonaktivität

SHBG steht für Sexualhormon-bindendes Globulin (Sex Hormone-Binding Globulin). Es handelt sich um das hormonspezifische Transportprotein für die fettlöslichen Steroidhormone. SHBG bindet somit die Hormone und macht sie wasserlöslich transportierbar. Es ist nur der freie Teil von E2, DHEA, Cortisol und Testosteron hormonaktiv. SHBG bindet vorallem mit Albumin das Testosteron, jedoch auch E2. Durch eine erhöhte Hormonkonzerntration, steigt somit auch die SHBG-Konzentration. Genetisch bedingt die SHBG-Konzentration entweder eher hoch oder eher niedrig angelegt sein. Ein niedriger SHBG-Wert kann somit ein Marker für das Metabolische Syndrom sein (MetS). 

Welche Funktionen haben FSH und LH?

LH steht für luteinisierendes Hormon, FSH für follikelstimulierendes Hormon. Die ovarielle Funktion wird über das Gehirn und die Hirnanhangsdrüse je nach Konzentration von E2 und Progesteron über FSH und LH gesteuert. Somit liegen innerhalb des weiblichen Zyklus verschiedene Konzentrationen vor. Das gesunde Verhältnis von FSH zu LH liegt bei 2:1. In der Zyklusmitte steigt die Konzentration an, da das FSH für die Follikelreifung sorgt und LH den Eisprung auslöst. Das Maximum diese Peaks liegt jedoch noch deutlich unter den Werten, welche sich bei Frauen in der Postmenopause erhöht haben. Dort liegt der durchschnittliche Wert für FSH bei 60-120 mIU/mL und bei LH bei 30-60 mIU/mL. E2 hat einen Einfluss auf die Konzentration von FSH und Progesteron auf LH. Somit können dauerhaft niedrige FSH auf einen erhöhten Knochenabbau hinweisen. 

Welche Funktion hat DHEAS?

DHEAS (Dehydroepiandrosteronsulfat) ist ein Hormon, das vor allem in den Nebennieren produziert wird und als Vorstufe für andere Geschlechtshormone wie Testosteron und Östrogene dient. Es entsteht aus dem Hormon DHEA durch Sulfatierung, wodurch eine besonders stabile Speicher- und Transportform entsteht. DHEAS spielt eine wichtige Rolle im Körper, da es Einfluss auf Energieniveau, Muskelkraft, Stimmung, Libido und allgemeines Wohlbefinden hat. Die Messung von DHEAS kann helfen, die hormonelle Balance besser einzuschätzen und Hinweise auf die Funktion der Nebennieren zu geben. Ab dem 30. Lebensjahr sinken die DHEAS-Werte statistisch um 10 % pro Dekade ab. DHEA trägt zu einer gesunden Knochendichte bei. 

Testosteron und FAI (Freier-Androgen-Index) - ein gesunder Haushalt auch bei Frauen unverzichtbar 

Auch für Frauen ist ein gesunder Testosteronhaushalt unverzichtbar: Testosteron trägt zur Knochengesundheit bei, unterstützt die Muskelkraft, fördert die Blutbildung, beeinflusst die Stimmung positiv und spielt eine Rolle für das allgemeine Wohlbefinden sowie die sexuelle Lust. Testosteron wird bei Frauen sowohl in den Ovarien als auch in den Nebennieren gebildet. Da die Ovarien mit der Zeit ihr Hormonproduktion einstellen, sistiert auch während der Menopause der Testosteron-Wert. Abhängig vom Testosteron-Wert steigt oder sinkt auch die Konzentration an SHBG. Der freie Anteil wird als Freier-Androgen-Index (FAI) berechnet. 

Welche Funktion hat Pregnenolonsulfat im Körper?

Pregnenolonsulfat (PregS) unterstützt die Kommunikation zwischen den Nervenzellen und trägt dazu bei, dass Gehirnfunktionen ausgewogen ablaufen. Es spielt eine wichtige Rolle für Konzentration, Lernfähigkeit, Gedächtnis und  emotionale Stabilität. Forschungen deuten darauf hin, dass niedrige PregS-Werte mit Müdigkeit, verminderter Aufmerksamkeit und eingeschränkter geistiger Leistungsfähigkeit verbunden sein können. Mit zunehmendem Alter sowie bei anhaltendem Stress können die PregS-Spiegel abnehmen, was sich möglicherweise negativ auf Gedächtnis, mentale Leistungsfähigkeit und die Gesundheit des Nervensystems auswirkt.

Cortisol als Stressindikator

Cortisol ist als wichtigstes Stresshormon bekannt. Seine niedermolekulare Steroidstruktur erlaubt ihm die freie Diffusion durch Zellen, während seine Funktionalisierungen es zu einem spezifischen Liganden für zahlreiche Rezeptoren nahezu überall machen. Die mannigfaltigen Wirkungen von Cortisol können grob eingeteilt werden in immunmodulierende und metabolische Funktionen.

  1. Immunmodulierende Funktionen:
    Über die Interaktion mit Rezeptoren fördert Cortisol die Expression anti-inflammatorischer Proteine und hemmt die Expression pro-iflammatorischer Proteine. So kommt es zu seiner bekannten immunsupprimierenden sowie entzündungshemmenden Wirkung.
  2. Metabolische Funktionen:
    Cortisol erhöht den Blutzucker, stimuliert die Glukoneogenese und die Lipolyse und führt zur Mobilisierung von Ressourcen für diese beiden Prozesse. Des Weiteren werden Blutdruck und Hämoglobinkonzentration im Blut erhöht, kurzum: alles, was für die kurzfristige Bereitstellung von viel Energie nötig ist.

Ebenso wichtig wie die vorangegangenen zwei Punkte ist eine Hemmung der CRH-Ausschüttung bei hohem Cortisolspiegel, die zum Rückgang der Cortisolfreisetzung und zu einer Beendigung der Stressantwort führt.

Wie läuft die Probenentnahme ab?

Für den Hormonstatus Premium wird Serum benötigt. Sie erhalten von uns alle für eine venöse Blutentnahme erforderlichen Materialien. Bitte beachten Sie, dass die Blutentnahme nur durch Fachpersonal durchgeführt werden sollte.

Was ist im Probenset enthalten?

Sie erhalten alle für eine venöse Blutentnahme erforderlichen Materialien, einschließlich Blutröhrchen, Butterfly-Kanüle und Transportblister für den sicheren Transport Ihrer Proben. Bitte beachten Sie, dass die Blutentnahme nur durch Fachpersonal durchgeführt werden sollte.

Wann sollte die Probe für den Hormontest abgenommen werden?

Generell wird eine Abnahme der Probe am Morgen empfohlen.

Wie versende ich die Probe zurück ins Labor?

Kostenloser Rückversand per Post, da die Probe nicht zeitkritisch ist.
Alternativ: » Termin zur Blutentnahme im IMD Berlin vereinbaren oder die Probe selbst ins Labor bringen.

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